Für gewöhnlich öffne ich morgens am Arbeitsplatz meine Lieblings-Blogs und lese die neusten Artikel, dabei betrachte ich meist den neusten Eintrag und wechsle dann zum nächsten Blog. Die meisten Autoren schreiben pro Tag aber mehr als einen Beitrag, was mich zu einem längeren Aufenthalt auf der Webseite bewegt. Ich frage mich dann meist, ob es wirklich nötig ist mehrere Artikel pro Tag zu verfassen um erfolgreicher zu werden und um neue Besucher zu gewinnen. Bei denn grossen Blogs wie Basic Thinking, Techcrunch oder dem schweizerischen Apfelblog mag es sicher sinnvoll sein 1-4 Artikel pro Tag zu publizieren, aber wie verhält es sich bei den reinen “Privat”-Blogger ohne grosses Themen-Gebiet?
Die bekannten Moneyblogger aus den USA haben täglich über 30’000 Besucher und schreiben teilweise gegen 20 Beiträge, da lässt sich schon vermuten das die Anzahl Artikel etwas mit den Besucherzahlen zu tun haben könnte. Für die grossen Portale ist es natürlich verständlich mehrere Artikel zu schreiben, sie leben ja schliesslich von den vielen Beiträge und haben dadurch ein hohes Ansehen. Rund 85% aller Schweizer Blogs sind aber “privater Natur” und verzeichnen vielleicht nur 100 oder 1000 Besucher am Tag, da ist es fraglich ob eine Änderung des Publikations-Intervall wirklich mehr Besucher bringt. Ich persönlich bin der Meinung, dass es nicht nötig ist mehrere Beiträge pro Tag zu verfassen um erfolgreicher zu sein und neue Besucher zu gewinnen?
Wenn auf einem (noch) nicht bekannten oder neueren Blog zu viele Artikel an einem Tag erscheinen, wird die Hälfte meiner Meinung nach übersehen und in den Weiten des Internets untergehen. Ein Posting am Tag halte ich für ideal und für einen privaten Blog ausreichend, denn Besucher lässt man so ausserdem mehr Zeit um Kommentare zu hinerlassen. Wenn der Intervall der publizierten Artikel nicht zu hoch ist, haben gut verfasste Artikel eine bessere Chance wahrgenommen zu werden. Solange man nicht über ein aktuelles Ereignis berichten möchte, aber trotzdem gerade von der persönlichen Muse gebissen worden ist, sollte man die Beiträge nach dem verfassen als Entwurf speichern statt veröffentlichen. Auf jeden Fall wäre es sehr schade, wenn ein lang vorbereitetes Tutorial kaum Beachtung findet, weil ein kurz darauf verfasster Beitrag das Tutorial aus den Augen der Leser verdrängt.
Wichtiger als der Zeitintervall oder die Anzahl der publizierten Artikel ist meiner Meinung nach die Regelmässigkeit. Es spielt warscheinlich keine Rolle ob ein Autor nun vier oder einen Beitrag pro Tag schreibt, hauptsächlich er tut es regelmässig und im gewohnten Stil. Als ich 2004 mit meinem ersten Blog startete, schrieb ich täglich zwischen 1-2 Beiträge, bis mir dann irgendwann die Lust am schreiben vergangen ist. Erst nach zweijähriger Pause hat mich die Freude und Faszination des Social Web wieder gepackt, nun schreibe ich aber pro Woche maximal vier Artikel. Ich werde als (noch) unbekannter Blogger maximal vier Beiträge in der Woche schreiben, auf Höhepunkt meiner Bloggerkarriere werden es ebenfalls Vier sein und wenn irgendeinmal niemand mehr meinen Blog lesen möchte, bleibe ich bei meinen vier Beiträge pro Woche.
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hm… also ich habe mich vor jahren mal dazu entschlossen, jeden tag etwas zu schreiben. dies vor allem, damit ich einen gewissen rhytmus habe. das könnten natürlich auch vier beiträge pro woche sein, wie Du richtig schreibst. nicht selten werden es aber auch bei mir mehrere posts pro tag. das hängt dann halt von den issues ab, die ich als blogpostwürdig einschätze.