Ich bin nun seit etwas mehr als 300 Tagen beim Microblogging-Dienst Twitter aktiv und zwitschere tagtäglich irgendwelche Sachen die ziemlich bireweich (oder teils auch sinnvoll) sind. In dieser kurzen Zeit habe ich sehr viele nette und interessante Personen kennengelernt, mit Einigen von ihnen durfte ich mich bereits an einem Twitter-Treffen persönlich unterhalten. Die Plattform wird von vielen Seiten etwas belächelt und hat gar den Ruf, ihre Nutzer zu dümmlichen Zombies mutieren zu lassen – jene Psychologen und Politiker haben aber denn Sinn hinter Web 2.0 und dem Microblogging nicht verstanden. Es geht nicht um das verbreiten von sinnlosen Mitteilungen über Schlafen oder Essen, viel mehr zählen die persönlichen Interaktionen und das Teilen von interessanten Webinhalten. Für neue Kontakte bin ich immer offen und freue, mich über zusätzliche Follower bei meinem Account.
Am Anfang meiner Twitter-Zeit fühlte ich mich ziemlich verlohren und musste mich erst zurecht finden, dabei habe ich gelernt die ungeschriebenen Regeln der Community zu verstehen und umzusetzen. Viele Personen sehen im bunten Treiben eine reine Zeitverschwendung, ich sehe es aber als puren Spass am Online-Leben und der Konversation. Die Faszination der Plattform beruht klar auf den Beziehungen zwischen den Mitnutzer und deren speziellen Persönlichkeiten. Sehr oft erhält man im Gespräch wertvolle Feedbacks, sehr innovative Hilfestellungen zu einem Problem oder ganz einfach Ideen zu einem bestimmten Vorhaben. Man lernt sich vor allem kurz und gezielt auszudrücken, da man für die einzelnen Mitteilungen lediglich 140 Zeichen zur Verfügung hat. Einene netten Nebeneffekt hat Twitter auch für meinen Blog, durch den Versand von Links kann ich die Artikel einem neuen Publikum bekannt machen.
Das Web mit seinen zahlreichen Communitys und Blogs kan also Personen miteinander verbinden und schon in manchen Fällen haben sich daraus ernsthafte Freundschaften gebildet. Über Twitter wurden zudem die wohl allen bekannten Events wie das Segway Laubbläser Polo Turnier im Mystery Park Interlaken oder das Trashgolfen in den Bündner Alpen organisiert. Da die meisten Tweeter einen eigenen Blog betreiben, findet man tagtäglich spannende Artikel mit ihren speziellen Eigenheiten. Auch wenn das Geschehen für Neulinge zu Beginn komisch aussieht und mehr verwirrlich als logisch erscheint, kann ich jedem den Schritt zu einer Anmeldung empfehlen. Denn erst wenn man sich selbst auf Twitter aktiv bewegt und regelmässig Meldungen verbreitet/liest, kann man den Puls und die Faszination der dargestellten Kommunikation richtig fühlen.
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