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Leser finden diesen Blog beschissen

Im Sommer bin ich mit dem Blog birewei.ch in ein neues Projekt gestartet und habe meine verwaisten Tagebücher aus dem Internet zusammen geschlossen. Nach einer zweijährigen Social Community Abstinenz habe ich mich wieder dem schreiben von Artikel und Statusmeldungen gewidmet. In relativ schneller Zeit konnte ich mir einen festen Leserstamm aufbauen und kann mich über viele neue Kontakte in der virtuellen und realen Welt freuen. Schnell packte mich der Ergeiz nach neuen Projekten und Webseiten, einige davon liegen noch immer auf meiner Liste zur Bearbeitung. Bei manchem Leser lösen die Ideen der neuen Projekte aber alles andere als Begeisterung aus, sie nutzen diese Plattform stattdessen für anstössige und beleidigende Kommentare.

Das Internet bietet die nötige Anonymität um Personen schnell zu beleidigen oder gar gezielt zu diskriminieren. Die User verstecken sich hinter erfundenen Identitäten und nutzen jede erdenkliche Möglichkeit einen Menschen in ein falsches Licht zu rücken. Nicht selten führt das Online-Mobbing zu psychischen Schäden oder gar Selbstmorden bei den betroffenen. Ich durfte mich mit solchen Vorfällen bereits im Teenager-Alter auseinandersetzen, auf der Plattform Meinbild wurde ein gefälschtes Profil von mir mit obszönen Inhalten veröffentlicht. „Ich bin XY und suche nach gleichgesinnten Männer für tolle Stunden“ war da so ungefähr geschrieben, mit einem von meiner damaligen Webseite geklautem Bild.

online mobbing

Das ich mit meinen Ideen und Sprüchen nicht immer nur Freude verbreite und mich alle gern haben ist mir klar, aber nun werden solche alten Szenen auf meinem Blog wiederholt. Der Leser Sebi bezeichnet mich in einem Kommentar noch harmlos als „möchtegern krasser Blogger mit stinkendem Urin in der Birne“! Persönlicher wird es dann beim sich passend nennenden User Anonymus auf Facebook: „Daniel Gerber ist ganz einfach eine kranke Persönlichkeit mit dem ungebändigten Drang ein arrogantes und egozentrisches Arschloch zu werden. Die beschissenen Texte stinken grässlicher als jedes Plumpsklo im Sommer und gehören samt Autor in die Verbrennungsanlage!“

Normalerweise landen solche Äusserungen bei mir in der Ablage „Peinlichkeit des Tages“, aber manchmal fragt man sich schon was den Anstoss zu diesen Sätzen gibt. Womöglich sind diese beiden Beispiele nur eifersüchtig auf meine Einfälle oder lassen aus Spass solche Sprüche in die Weiten des WWW. Gerade die Anonymität im Internet ermöglicht das erstellen von verschiedenen Identitäten und bietet den Täter einen „geschützten“ Rahmen für die Attacken. Ich finde es einfach nur traurig und absolut erbärmlich, wenn man sich im Internet verstecken muss und seine Aussagen nicht von Angesicht zu Angesicht mitteilen kann. Hinter den anonymen oder falsch angelegten Profilen fühlen sich manche Menschen stark, aber im realen Leben sind sie einfach nur peinliche Menschen ohne Eier in den Hosen!

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  1. 17. Dezember 2009, 13:41 | #1

    scheisse. dachte schon meine Antwort hätte dich “offended” ;)
    Durchstehen. Die Trolle verlieren ja in jedem Film. Auch hier!

  2. gauditier
    17. Dezember 2009, 14:53 | #2

    Finde ich toll, dass das Thema mal jemand zur Sprache bringt. Die ganze OnlineMobbing-Geschichte beschäftigt mich sehr.
    Bin bis jetzt aber von einem üblen Angriff verschont worden. Freue mich schon auf die ersten Mobbing-Attacken, wenn mein Blogprojekt steht.
    Neid und “etwas nicht verstehen” ist aus meiner Sicht der häufigste Grund für CyberMobbing.
    Es macht mich auch einwenig traurig zu sehen:
    Wie die Selbstdarstellung im WWW immer üblere Dimensionen annimmt. Ein mit “krassen” Bilder geschmücktes Facebookprofil ist für eine wachsende Gemeinschaft ein Statussymbol. So kommts, dass sich die Internetianer z.B. auf Facebook mit “Luxus-ChampagnerflaschenimAusgangBilder” gegenseitig überbieten. Wer sich das nicht leisten kann, mit Kleidung oder MagnumChampagnerflaschen zu protzen, muss halt mobben. Doch ich mach mir ernsthafte Sorgen um den “Internetnachwuchs”. Die beginnen schon beim erstellen eines SozialNetwork-Profil mit dem Protzen. Schade…

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