Ricardo verarscht Blogger und Kunden

Die schweizer Auktionsplattform Ricardo hat vor wenigen Wochen einen gross angelegten Wettbewerb gestartet, nun scheint der ganze Hype um die Ricardo Globeshopper Challenge 2009 aber im Desaster zu enden. Der Anbieter verärgert nun alle in der Ausschreibung involvierte Personen wie zahlreiche Blogger, diverse Teilnehmer und natürlich die Werbepartner. Weil sich die Teilnehmer nicht so verhalten hat wie man es wollte, zog man bei Ricardo kurzerhand die Notbremse und ändert praktisch über Nacht die Teilnahmebedingungen, verkleinert Gewinnchancen und verarscht damit alle Beteiligten.

Der durchdachte Wettbewerb zum 10-Jährigen Jubiläum von Ricardo hätte eine grosse Sache werden sollen, die Idee und das Konzept zum ganzen Umfeld passte wie die Faust aufs Auge. Über den Affiliate-Partner Trigami wurden zahlreiche Blogger zum Werbepartner der Aktion und tratten teils auch als Teilnehmer auf. Als der zweite Auftrag von Trigami zu diesem Wettbewerb eintraff war klar, Ricardo hatte nur mässigen Erfolg und bekam keine kreativen Bewerbungen für die Reise in eine Shopping-Hauptstadt. Zum Eklat kam es jedoch erst gegen Ende des Wettbewerbs, als die Teilnahmebedingungen klang heimmlich über Nacht geändert wurden.

Da auch die zweite Werbewelle nicht zu den gewünschten Bewerbungen verholfen hatte, nahm man trotz Bewerbungsschluss am 9. August auch zwei Tage später noch zahlreiche Berichte, Videos und Fotos entgegen. Schlussendlich war man bei der Auktions-Plattform gar soweit gegangen, dass man statt der geplanten 15 Finalisten nur noch sechs für die weitere Abstimmung nominierte. Das dieses Verhalten nicht nur die Gewinnchancen drastisch senkt und ein schlechtes Licht auf die Ausschreibung wirft, scheinte die Verantwortlichen von Ricardo dabei nicht zu interessieren.

Bei der Pressestelle von Ricardo gibt man sich bescheiden und antwortet schlicht nüchtern auf die vielen empörten E-Mails der Teilnehmer und Blogger. Man habe sich zu den Änderungen entschieden, weil es sehr viele schlechte Bewerbungen gegeben habe und diese nicht dem Anspruch der Jur entsprochen hätten. Man sei sehr enttäuscht von den eingegangenen Bewerbungen, von der Qualität hätte man sich einiges mehr versprochen. Gegen Schluss hat sich das Team für nur zwei Finalisten pro Destination entschieden, schliesslich muss einem bewusst sein das der Wettbewerb eine reine Werbeaktion sei und viel Geld koste.

Auch der Blogger Tom Brühwiler aka BloggingTom hatte sich mit einem Video für die Challenge beworben und schlussendlich auf die Misstände aufmerksam gemacht. Seine Bewerbung wurde wohl von Ricardo als qualitativ ungenügend betrachtet und aus dem weiteren Verlauf ausgeschlossen. Er sei zwar enttäuscht das er mit seiner Bewerbung nicht angekommen sei, möchte sich aber keines Falls bei Ricardo für das Ausscheiden rächen, schreibt er auf seinem Blog über den Verlauf des Wettbewerbs.

 

 

 

 

Man fragt sich bei den qualifizierten Teilnehmer für die Final-Runde wirklich, ob diese tatsächlich die besten Bewerbungen eingereicht haben. Waren die anderen eingegangenen Botschaften wirklich zu schlecht um eine Reise zu gewinnen oder wurden die Abstimmungsresultate auf der entsprechenden Facebook-Seite vom Veranstalter gefälscht? Dieser Verdacht erhärtet sich mit der Tatsache, dass sich unter den letzten Teilnehmer kein Einziger Französich sprechender User befindet. Man wollte sich wohl einfach die Besten der Schlechtesten aus den Bewerbung heraussuchen und den wirklich guten gar keine Chance bieten.





2 Kommentare

  1. Stellungnahme zur Auswahl des Votings

    Liebe Globeshoppers

    Unsere Auswahl von jeweils lediglich zwei Bewerbungen pro Destination statt der vorgesehenen fünf hat einige Verärgerung hervorgerufen. Dies können wir verstehen und wir bedauern es selber sehr, dass wir nur eine solch geringe Auswahl zum Voting zur Verfügung stellen können.

    Der Grund dafür ist, dass wir zu wenige attraktive Bewerbungen erhalten haben. Die Wettbewerbsaufgabe sah klar vor, dass die Bewerbungen überzeugend und kreativ sein müssen. In den Augen der breit abgestützten 10-köpfigen Jury erhielten wir nicht annähernd genügend Bewerbungen, welche dieser Anforderung einigermassen gerecht wurden.

    Die Reduktion auf zwei Bewerbungen pro Stadt mag im Nachhinein eine schlechte Entscheidung unsererseits gewesen sein und wir möchten uns bei den Bewerberinnen und Bewerbern wie auch bei der ganzen Voting-Community dafür ganz herzlich entschuldigen! Dass sich unter den Finalisten keine Bewerber aus der Romandie oder “ältere Semester” befinden, dies bedauern wir ebenfalls sehr, ist jedoch einzig und alleine auf das „Angebot“ zurückzuführen.

    Mit Nachdruck distanzieren wir uns jedoch von der Unterstellung, die Bewerbungsfrist hinausgeschoben zu haben, um noch mehr Bewerbungen zu erhalten oder gewisse Bewerberkreise gar bevorteilt zu haben. Dies ist falsch, denn Bewerbungen nach dem 9. August um Mitternacht wurden für das Finale nicht berücksichtigt, wie in den Teilnahmebedingungen kommuniziert. Dass Bewerbungen zwar noch eingereicht werden konnten, liegt an technischen Mängeln auf der Facebook-Seite. Wie schon erwähnt, hatte dies jedoch keinen Einfluss auf die Auswahl der Finalisten.

    Die Möglichkeit nachträglicher Änderungen der Wettbewerbs-Teilnahmebedingungen waren klar in Teilnahmebedingungen erwähnt. “Im Nachhinein” ist man immer gescheiter: Bei einem nächsten Mal würden wir ganz klar 5 Bewerbungen (wenn in useren Augen auch schlechte) wie versprochen präsentieren.

  2. Tönt ganz nach meinem Beispiel:

    Beine negative Bewertung über einen grossen Kunden von Ricardo wurde ohne Argument gelöscht. Auf mein Mail an den Kundendienst hörte ich nichts und bei der gleichen Bewertung, nochmals negativ, wurde sie einfach gelöscht und fertig.

    Hier mein Mail an den Kundendienst:
    Mich würde sehr interessieren, wieso meine Bewertung abgelehnt wurde.
    Eine Bewertung ist dafür da andere mögliche Kunden zu warnen, dass dieser Anbieter es nicht ehrlich meint und nach meiner Ansicht,
    unlautere Geschäfte betreibt.

    Ricardo ist dafür da online Waren zu verkaufen.
    Wenn ich also online bei Ihnen auf einen Artikel biete, der vom Verkäufer mittels eines Beschriebes und Bildes angeboten wird, und ich diesen ersteigert habe, dann erwarte ich auch diesen zu bekommen und nicht im nachhinein mit zusätzlichen Bedingungen konfrontiert zu werden.

    So ersteigerte ich diesen Artikel mit der Lieferzeitspanne von 2 Monaten, aus seltenen Ausnahmefällen 3 Monate.
    Bezahlt habe ich innert 1 Tag damit der Artikel bestellt werden kann. Nach 2 Monaten habe ich nachgefragt und bekam die Antwort,
    die nächste Lieferung komme in ein paar Tagen. Dann wieder 2 Wochen später fragte ich erneut nach und bekam die Antwort,
    die nächste Lieferung komme nun einen Monat später. So wollte ich direkt in den Showroom gehen und fragte, ob sie auch andere solche Artikel an
    Lager hätten, was positiv erwidert wurde. So fuhr ich dorthin um zu schauen, ob so ein Artikel vorhanden sie, aber was sie dort hatten war absolut nicht
    passend in den Farben.

    Der Verkäufer sagte nur, sie hätten das Teil noch gar nicht bestellt, da ich DIE FARBE NICHT ANGEGEBEN HABE.
    Ich wiederhole nochmals: Ich kaufte einen Artikel mit Beschreibung, Bild mit der Farbe und Preis und sehe nicht ein, nochmals eine Farbe auswählen zu müssen.

    Auf meine Rechtfertigung, dass sogar wenn ich dies tatsächlich nicht angegeben habe, wäre es des Verkäufers Pflicht gewesen, nach dem Eingang der Zahlung diese Information von mir zu verlangen und nicht 3 Monate lang zu warten, bis ich mich melde.

    Trotz dieser Argumentation wollte der Verkäufer von mir eine Anulationsgebühr des Kaufpreises was ich dann von anfänglich 20% auf 10% runterhandelte.

    Dieser Verkäufer ist absolut unseriös und ich kann nur jeden davor warnen, bei dem je etwas zu kaufen.

    Wenn Sie also meine Bewertung nicht akzeptieren, kann ich dies nur so interpretieren, dass das Geschäft vor der Ehrlichkeit stehen.
    Es ist mir auch klar, dass der Verkäufer lieber 100% positive Bewertungen haben würde, aber mit so einer Geschäftspraxis ist dies halt
    leider nicht möglich.

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